Wie kann ich »STEP-FOUR Frässoftware V4 PRO Rev.8« auf einer virtuellen Maschine installieren und verwenden?

August 1st, 2008 by matthias

Das Betriebssystem der virtuellen Maschine muss DOS-kompatibel sein. Hier wird FreeDOS verwendet. Das Host-Betriebssystem ist Linux. Als virtuelle Maschine wird DOSEMU verwendet. Jemand der die Nachfolgesoftware XpertMill unter VMware installiert hat kommentiert: »Auch in einer virtuellen PC Maschine (XpertMill in VMware 5) läufts problemlos [...], da natürlich nur zum Zeichnen/Einrichten im Büro und nicht zum Fräsen (USB Dongle funktioniert in VMware) .« (von www.yesyes.rc1.at/step4/forum/topic.php?id=6&highlight=&s=f1f1ece6104864a3cfc792361903aef9 ).

Ziel ist hier jedoch, mit der DOS-Software »STEP-FOUR Frässoftware V4 PRO Rev.8« auch zu Fräsen. Das scheint prinzipiell möglich trotz dass STEP-FOUR angibt, zum Betrieb der Fräse (ohne XpertMill Controller) sei ein Multitasking-Betriebssystem unbrauchbar. Denn: im Handbuch »CoolCNC Linux First Steps« ( www.thecooltool.com/files/coolcnc-lin-engl-16-04-07.pdf ) steht: »At low clock frequencies, control of stepper motors is not possible or only at slow traversing rates.« (S.2). Somit ist es also unter Linux als Multitasking-Betriebssystem doch möglich, die STEP-FOUR Fräsen mit Motor-Controller SF-C2 zu betreiben. Der Prozessor muss natürlich schnell genug sein, nach Angaben des Handbuchs ab 500 MHz (S.1). Die Lösung in CoolCNC basiert auf Echtzeiterweiterungen des Linux-Kerns (RTAI-Linux) (nach www.thecooltool.com/files/dateien_506.pdf , S.2).

Allerdings: Im EMC2-Projekt wird davor gewarnt, Software die für Echtzeit-Betrieb gedacht ist in Emulatoren und virtuellen Maschinen einzusetzen: »EMC runs in real-time, to give smooth motion. This is critical to accuracy and machine life. [...] The above also apply to virtual machines (i.e. VMWARE) and emulators. It may be possible to trick EMC to run on a virtual machine but do so at your own risk!« ( wiki.linuxcnc.org/cgi-bin/emcinfo.pl/ ).

  1. Man installiere aus den Ubuntu-Archiven: dosemu, dosemu-freedos, xfonts-dosemu.
  2. Man startet DOSEMU mit FreeDOS durch den Befehl »dosemu« in einem Terminal.
  3. Das Linux-Home-Verzeichnis ist nun verfügbar unter D:. Man extrahiert die Installations-CD der »STEP-FOUR Frässoftware V4 PRO Rev.8« (oder einer früheren Version) in ein Verzeichnis unterhalb des Linux-Home-Verzeichnisses und wechselt in DOSEMU in das neu entstandene Unterverzeichnis »DOS/«. Dann in DOSEMU eingeben: »INSTALL.EXE«. Achtung: das Verzeichnis »Setup« der Installations-CD enthält die »STEP-FOUR Frässoftware V4 PRO« für Windows.
  4. Als Zielverzeichnis der Installation kann man ein Verzeichnis unterhalb des Linux-Home-Verzeichnisses angeben, z.B. »D:\DESKTOP\S4V4PRO«.
  5. Man startet das Programm mit »S4PRO.EXE«. Es meldet: »Die STEP-FOUR Elektronikbox konnte nicht gefunden werden! Überprüfen Sie die Verbindnung oder schalten Sie die Box ein. Weiter mit beliebiger Taste.«. Offensichtlich wird die Elektronikbox als eine Art »Dongle« verwendet. Mit »Elektronikbox« ist der Motor-Controller SF-C2 gemeint, der über einen 25-poligen Sub-D-Stecker (»Druckerkabel«) an den Computer angeschlossen wird. Im Benutzerhandbuch
    »Frässoftware V4.x Software Manual Revision 1.1« steht: »Stellen Sie sicher dass das STEP-FOUR Steuergerät oder der Dongle für Fremdanlagen/Zweit-PC mit dem Computer verbunden ist.«

Hier wurde dieser Versuch abgebrochen: statt ein Dongle zu kaufen oder ein andere Lösung für dieses Problem zu finden scheint es vielversprechender, »CoolCNC Linux« auszuprobieren.

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